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Die erste Begegnung

Es ist so schön, ich habe Angst zu erblinden…

Meine Augen sind verschloßen. Ich drücke meine kalten Hände an mein Gesicht. Mein Herz klopft so schnell wie noch nie. Mir ist warm. Ich spüre wie die Aufregung in mir von Minute zu Minute steigt. Ich höre die Menschen um mich herum nicht mehr, ich nehme keinen mehr wahr. Je näher ich mich dem Schönsten auf dieser Erde nähere, desto emotionaler werde ich. Ich halte immernoch meine Augen fest verschloßen, ich spüre meine nassen Tränen, die mir über die Wangen laufen. Gleich habe ich es geschafft, gleich sehe ich dich. Noch ein wenig Geduld.

Endlich stehe ich vor dir. Meine Augen sind immer noch zu. Und ich weine noch stärker als zuvor. Ich kann mir meine Emotionalität nicht erklären. Es kommt wie es kommt. Der Hoca erlaubt uns die Augen zu öffnen. […] Jeder hat bereits seine Augen geöffnet, ich traue mich immer noch nicht. Ich spüre die Angst in mir. Meine Freundin kommt und flüstert mir zu, dass auch ich meine Augen öffnen darf.

Ich weine noch stärker. Sie steht hinter mir und streichelt mir über die Arme. Ich fasse meinen Mut zusammen und lege vorsichtig meine Hände ab, hebe meinen Kopf, gehe noch ein letztes Mal in mich und öffne schließlich meine Augen.

Ein Moment, den ich nicht in Worte fassen kann. Noch heute und auch jetzt kommen mir die Tränen, wenn ich daran denke. Ich fange dieses Mal sehr stark an zu weinen und schluchze. Es ist so schön, ich habe Angst zu erblinden. Schnell schließe ich meine Augen wieder und weine minutenlang. Ich habe zuvor noch nie sowas Schönes gesehn. Ich verliere mich. Du bist so prächtig und funkelst unter der Sonne. Ich bin überwältigt. Ich bin sprachlos.

Meine Freundin kommt wieder zu mir und drückt mich ganz fest. Ich danke ihr. Ein atemberaubendes Gefühl. Ein einzigartiger Moment. Ein Moment, welches ich so leicht nicht vergessen werde. Ein Moment, was mir keiner nehmen kann. Ein Moment zwischen mir und meinem Schöpfer. Ein Moment. Mein Moment.

PS: Ich habe ganz lange überlegt, ob ich überhaupt sowas privates und für mich persönlich Besonderes, mit anderen teilen möchte. Nach ca. sechs Monaten habe ich mich dazu entschlossen, andere davon wissen zu lassen, wie es mir emotional in dieser Zeit ging. Es gibt viele da draußen, (zu denen ich auch übrigens gehörte), die sich nicht viel unter einer Pilgerfahrt vorstellen können. Ich möchte dich motivieren, diesen heiligen Weg einzuschlagen und ich verspreche dir, du wirst Momente durchleben, die dir keiner nehmen kann.

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